60 Jahre CIPRA

Seit 60 Jahren setzt sich die Internationale Alpenschutzkommission CIPRA für Lebens- und Wirtschaftsformen ein, die schonend mit der Natur und den Ressourcen umgehen.

Die zehn Mitgliedsorganisationen Liechtensteins feiern das Jubilum und laden herzlich zu Exkursionen, Veranstaltungen und fröhlichem Zusammensein.

Vom 16. bis 18. August 2012 ist immer etwas los.

„Erlebnisse im Ruggeller Riet“ am Freitag, 17. August 2012 wird vom LOV mitorganisiert. Treffpunkt 17.30 Uhr beim Rössle, Ruggell.

Alle sind herzlich eingeladen.

Informationen zum Programm entnehmen Sie bitte nachstehendem Link:

CIPRA-Jubiläumsaktivitäten2012

Vogel des Jahres 2012: Zaunkönig

Porträt

Der Zaunkönig, ist einer der kleinsten Vögel Europas und der einzige Vertreter seiner Familie ausserhalb Amerikas. Der unscheinbare Vogel, der sich die meiste Zeit in dichtem Gestrüpp versteckt und sich eher hüpfend als fliegend durch das Unterholz bewegt, macht vor allem durch seine laute Stimme auf sich aufmerksam. Für den Bau seiner kugelförmigen Nester ist er auf dichtes Unterholz und  liegendes Totholz im Wald angewiesen.

Steil aufgerichteter Schwanz, spitzer Schnabel

Charakteristische Merkmale des Zaunkönigs sind seine geringe Grösse  und sein steil aufgerichteter Schwanz sowie sein spitzer, leicht gebogener Schnabel, welcher ihn als Insektenfresser ausweist. Mit Vorliebe ernährt er sich von Spinnen, Weberknechten, Motten, Fliegen und anderen Insekten. Männchen und Weibchen sind gleich gefärbt: Das Gefieder istrostbraun mit einer dunklen Querbänderung, über dem Auge trägt der Zaunkönig einen weissen Streifen.

Der steil aufgerichtete Schwanz ist ein charakteristisches Kennzeichen des Zaunkönigs.
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Vogel des Jahres 2011 – der Schwarzspecht

 

Der Schwarzspecht ist der majestätischste unserer einheimischen Spechte. Mit kräftigen Trommelreihen und den typischen „kliööh“-Rufen macht er im Spätwinter auf sich aufmerksam. Während der Balzzeit und bis in die Brutzeit hinein verteidigt das Paar das gemeinsame Revier.

 

Zimmermann mit Schlüsselfunktion

Der Schwarzspecht benötigt nicht nur eine Bruthöhle, sondern auch Schlafhöhlen. So ist es vor allem das Männchen, das nachts die Eier bebrütet, während das Weibchen in ihrer Schlafhöhle übernachtet. Der Bau einer neuen Höhle dauert normalerweise knapp einen Monat und wird von einem Brutpaar alle 3 bis 5 Jahre begonnen. Meist legen die Schwarzspechte zuerst nur einen wenige Zentimeter tiefen Eingang an, der ausfault. Erst später wird weiter gebaut, wenn der Bau der Höhle dank der Fäulnis weniger Aufwand erfordert.

Mit den Höhlen schafft der Schwarzspecht eine begehrte Stätte im Wald, die von über 60 Tierarten als Nachnutzer oder Höhlen-Konkurrenten genutzt werden. Darunter sind Baummarder, Eichhörnchen, Hohltaube, Sperlings- und Raufusskauz, Kleiber, Star und viele weitere Arten. Es ist deshalb äusserst wichtig, Höhlenbäume zu schützen und zu sichern.

Specht mit langer Zunge

Der Schwarzspecht weist in besonderer Ausprägung viele spechttypische Merkmale auf: Der Schnabel ist lang und meisselförmig, die Kletterfüsse kräftig mit zwei Hinter- und zwei Vorderzehen, der Stützschwanz verfügt über verstärkte, mittlere Steuerfedern. Unter dem Federkleid zeigen sich weitere Spezialisierungen: Der lange, mit stützenden Muskeln bepackte Hals dient als Hammerstiel, eine schwammige Knochenverbindung zum Schädel hin federt die Schnabelschläge ab. Seine Zunge kann der Schwarzspecht bis 5 Zentimeter über die Schnabelspitze heraus strecken. Die Zungenspitze ist klebrig und mit Widerhaken besetzt. So kann er Insektenlarven aus ihren Holzgängen hervorziehen.

 

 

Vogel des Jahres 2010: Mehlschwalbe

Die Mehlschwalbe ist vom Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz zum Vogel des Jahres 2010 erkoren worden. Die schwarz-weisse Schwalbe wirbt im Internationalen Jahr der Biodiversität für mehr Biodiversität im Siedlungsraum. Sie benötigt offene Bodenstellen und ein grosses Insektenangebot. Der SVS/BirdLife Schweiz macht daher mit der Mehlschwalbe auf die schwindenden Naturflächen im Siedlungsraum aufmerksam und fordert mehr unversiegelte Flächen und Blumenwiesen in Städten und Dörfern.

 

 

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