{"id":5095,"date":"2021-12-01T15:05:47","date_gmt":"2021-12-01T14:05:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lov.li\/?p=5095"},"modified":"2026-01-16T21:12:25","modified_gmt":"2026-01-16T20:12:25","slug":"die-feldlerche-vogel-des-jahres-2022-in-der-schweiz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lov.li\/?p=5095","title":{"rendered":"Die Feldlerche \u2013 Vogel des Jahres 2022 in der Schweiz"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.lov.li\/wp-content\/uploads\/Feldlerche-Ruggell100dpi.png\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"200\" src=\"https:\/\/www.lov.li\/wp-content\/uploads\/Feldlerche-Ruggell100dpi-300x200.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-5104\" srcset=\"https:\/\/www.lov.li\/wp-content\/uploads\/Feldlerche-Ruggell100dpi-300x200.png 300w, https:\/\/www.lov.li\/wp-content\/uploads\/Feldlerche-Ruggell100dpi-570x381.png 570w, https:\/\/www.lov.li\/wp-content\/uploads\/Feldlerche-Ruggell100dpi.png 662w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Feldlerche im Ruggeller Riet, Bild: Rainer K\u00fchnis<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Die Feldlerche bewohnte urspr\u00fcnglich Steppengebiete, woher auch ihre Vorliebe f\u00fcr weite offene Landschaften r\u00fchrt. Entsprechend besiedelt sie bei uns die baumlose, reich strukturierte Kulturlandschaft mit \u00c4ckern, niedrig bewachsenen Feldern und Feuchtwiesen, aber auch baumlose Hochfl\u00e4chen im Gebirge. <\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Die Feldlerche ist st\u00e4mmig gebaut mit oberseits tarnfarbenem Gefieder. H\u00e4ufig stellt sie die Scheitelfedern zu einer kleinen Haube auf. Der Schnabel ist recht kurz, aber kr\u00e4ftig. Die lerchentypisch breiten Fl\u00fcgel haben einen weissen schmalen Hinterrand. Zusammen mit den weissen Schwanzkanten bilden sie die wichtigsten Feldkennzeichen der Art.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Feldlerche als Schnellbr\u00fcter<br><\/strong>Die Feldlerche ist ein Bodenbr\u00fcter, der bei uns bereits im April mit dem Br\u00fcten beginnt. Das Weibchen legt 4 bis 5 Eier in eine mit Grashalmen und feinen W\u00fcrzelchen ausgepolsterte Nestmulde. Nach einer Brutzeit von durchschnittlich 12 Tagen schl\u00fcpfen die Jungen, die ihrerseits das Nest bereits nach rekordverd\u00e4chtigen 7 bis 12 Tagen verlassen. Kein anderer hiesiger Singvogel hat eine k\u00fcrzere Nestlingszeit!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Starke Verluste f\u00fchren zu dramatischer Lage<br><\/strong>Fr\u00fcher war der kontinuierliche, zwitschernd-trillernde Gesang im aufsteigenden Singflug allgegenw\u00e4rtig in der offenen Landschaft. Aber obwohl die Art \u00fcber ein weites Verbreitungsgebiet von Nordafrika \u00fcber fast ganz Europa und die mittleren Zonen Asiens bis Kamtschaka, Sachalin und Japan verbreitet ist, haben sich die Best\u00e4nde gerade in Mitteleuropa in den letzten Jahrzehnten stark ausged\u00fcnnt. Aufgrund dieser dramatischen Entwicklung steht der einstige Allerweltsvogel in der Schweiz seit neuestem auf der bald erscheinenden Roten Liste der Brutv\u00f6gel der Schweiz.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>In Liechtenstein vom Verschwinden bedroht<br><\/strong>Noch dramatischer ist die Situation in Liechtenstein, wo die Art als Brutvogel vor dem Verschwinden steht. Kam die Feldlerche Anfang der 1980er Jahre noch im gesamten Talraum von Balzers bis Ruggell vor, verschwand sie schon bald aus dem Oberland. Um 1988\/89 wurden noch 30 Reviere zwischen Schaan \u2013 Mauren \u2013 Ruggell gez\u00e4hlt. Heute besetzt die Art lediglich noch ein Revier an der Landesgrenze im Ruggeller Riet!<br>Es sind verschiedene Faktoren, die zum Bestandseinbruch f\u00fchrten. Hauptgrund ist sicher in der Bewirtschaftung der Felder zu suchen. Die Nahrung ist rar geworden, Pestizide machen den Insekten den Garaus, Ackerrandstreifen und Brachefl\u00e4chen als R\u00fcckzugsr\u00e4ume sowie Ackerbegleitflora als Nahrungsquelle f\u00fcr Insekten sucht man vielerorts vergebens oder kommen nur kleinfl\u00e4chig vor. Aber auch die Siedlungsausdehnung, vor allem im Oberland, f\u00fchrten zum Verschwinden, zudem pflanzte man vermehrt Flur- und Feldgeh\u00f6lze. Wenn man weiss, dass die Feldlerche einen Abstand von rund 150 m von hohen Strukturen wie Geh\u00f6lzen einh\u00e4lt, engt jede Bepflanzung das potentielle Verbreitungsgebiet der Feldlerche weiter ein. Davon betroffen ist beispielsweise das Vaduzer Riet, wo in fr\u00fcheren Jahrzehnten noch eine starke Population ans\u00e4ssig war. Es braucht grosse Anstrengungen, wenn man die Art in den verbleibenden potentiellen Brutgebieten erhalten bzw. wieder ansiedeln m\u00f6chte.<br>Georg Willi<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Feldlerche bewohnte urspr\u00fcnglich Steppengebiete, woher auch ihre Vorliebe f\u00fcr weite offene Landschaften r\u00fchrt. 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