{"id":2685,"date":"2015-04-27T12:32:58","date_gmt":"2015-04-27T11:32:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.lov.li\/?p=2685"},"modified":"2019-02-19T21:42:54","modified_gmt":"2019-02-19T20:42:54","slug":"der-wiedhopf-ist-wieder-da","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lov.li\/?p=2685","title":{"rendered":"Der Wiedhopf ist wieder da"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_2686\" aria-describedby=\"caption-attachment-2686\" style=\"width: 500px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.lov.li\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Wiedehopf-Rainer-K\u00fchnis-4875-Canon-EOS-7D.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2686\" src=\"http:\/\/www.lov.li\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Wiedehopf-Rainer-K\u00fchnis-4875-Canon-EOS-7D-1024x682.jpg\" alt=\"Wiedehopf in Schaan (Foto: Rainer K\u00fchnis)\" width=\"500\" height=\"333\" srcset=\"https:\/\/www.lov.li\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Wiedehopf-Rainer-K\u00fchnis-4875-Canon-EOS-7D-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/www.lov.li\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Wiedehopf-Rainer-K\u00fchnis-4875-Canon-EOS-7D-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.lov.li\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Wiedehopf-Rainer-K\u00fchnis-4875-Canon-EOS-7D.jpg 1838w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-2686\" class=\"wp-caption-text\">Wiedehopf in Schaan (Foto: Rainer K\u00fchnis)<\/figcaption><\/figure>\n<p><span lang=\"DE-CH\"><span style=\"color: #000000; font-family: Calibri; font-size: medium;\">Nach seiner langen, bis zu 8 000 km langen Reise aus dem s\u00fcdlichen Afrika, ist in diesen Tagen der Wiedehopf wieder nach Liechtenstein zur\u00fcckgekehrt. Vor Tagen schon in Balzers entdeckt, konnte Ende April in Schaan ein balzendes P\u00e4rchen im Bereich Duxplatz\/Steinegerta\/Gafos bestaunt werden. Auch in Eschen wurde anfangs Woche ein Individuum gesehen, hoffen wir, dass der Lebensraum ihm auch dort zusagt.<\/span><\/span><!--more--><\/p>\n<p><span lang=\"DE-CH\"><span style=\"color: #000000; font-family: Calibri; font-size: medium;\">Einen prachtvollen Anblick bietend, mit dem pr\u00e4chtigen Kopfschmuck, dem orangenbr\u00e4unlichen Gefieder und den breiten, schwarzen und weissen B\u00e4ndern auf Schwingen und Schwanz wirkt der Wiedehopf wie ein exotischer Vogel. Der wellenf\u00f6rmige, flatternde Flug mit breiten, runden Fl\u00fcgeln l\u00e4sst ihn wie einen riesigen Schmetterling erscheinen. Der Kopfschmuck ist meist angelegt und wird bei Erregung und bei der Landung aufgestellt.<br \/>\nIn der 2. H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts galt der Wiedehopf bei uns als weit verbreitet und sehr h\u00e4ufig. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts, besonders ab 1950 brachen die Best\u00e4nde zusammen. Nachdem in Balzers schon mehrere Jahre Bruten stattfanden, zeigte die Brut in Schaan vom letzten Jahr, dass sich der Wiedehopf wieder langsam ausbreiten k\u00f6nnte.<br \/>\nEr liebt n\u00e4mlich warme, sonnige und trockene Lagen mit geeigneten Bruth\u00f6hlen. Mit seinem langen, gebogenen Schnabel stochert der Vogel im Boden um Maulwurfsgrillen und Engerlinge zu finden. Er verschm\u00e4ht aber auch Heuschrecken, Schmetterlinge, Regenw\u00fcrmer und Schnecken nicht. Dazu ben\u00f6tigt er Fl\u00e4chen mit sch\u00fctterer oder niedriger Krautschicht im Kulturland, in Weinbergen, G\u00e4rten und Weiden.<br \/>\nDer Reviergesang des M\u00e4nnchens, ein ged\u00e4mpft und hohl klingendes \u201ehup hup hup\u201c ist besonders bei Tagesbeginn zu h\u00f6ren. Der Gesang ist energetisch sehr aufwendig, sodass die Strophenl\u00e4nge ein Qualit\u00e4tsmerkmal des M\u00e4nnchens ist.<br \/>\nDie Ornithologischen Vereine Liechtensteins bem\u00fchen sich, durch Aufstellen von speziellen Brutk\u00e4sten in daf\u00fcr geeigneten Habitaten dem Wiedehopf zu helfen, erfolgreiche Bruten durchzuf\u00fchren. Leider setzen ihm auch Nestr\u00e4uber, wie Katzen, Marder und andere Grossv\u00f6gel zu, wobei sich Jung und Alt zu wehren wissen. Wird die Brut von einem Nestfeind bedroht, spritzt der Wiedehopf aus der B\u00fcrzeldr\u00fcse ein penetrantes, nach Verwesung riechendes Sekret dem Feind entgegen. Die meisten Jungen fliegen zwischen Juni und anfangs August aus und sind dann, da sie noch wenig scheu sind, gut zu beobachten.<br \/>\nJungv\u00f6gel verreisen schon ab Juli, der Wegzug erreicht aber zwischen Mitte August und Anfang September den H\u00f6hepunkt. Ein kurzes, intensives Gastspiel bei uns, erfreuen wir uns an diesem pr\u00e4chtigen Vogel und stellen wir ihm den notwendigen Lebensraum zur Verf\u00fcgung.<\/span><\/span><!--more--><\/p>\n<p><span lang=\"DE-CH\"><span style=\"color: #000000; font-family: Calibri; font-size: medium;\">Liechtensteinischer Ornithologischer Landesverband<br \/>\nG\u00fcnther Batliner<br \/>\nSchaan 0415\/bg<\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach seiner langen, bis zu 8 000 km langen Reise aus dem s\u00fcdlichen Afrika, ist in diesen Tagen der Wiedehopf wieder nach Liechtenstein zur\u00fcckgekehrt. Vor Tagen schon in Balzers entdeckt, konnte Ende April in Schaan ein balzendes P\u00e4rchen im Bereich Duxplatz\/Steinegerta\/Gafos bestaunt werden. 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